Sorge wegen Therapieeinrichtung in Weißensee

Veröffentlicht am 13.04.2012 in Bezirk

Dennis Buchner

In Weißensee sind Anwohnerinnen und Anwohner in Sorge, weil in der Großen Seestraße eine Therapieeinrichtung für den sogenannten offenen Maßregelvollzug entsteht. Flugblätter warnen bereits sinngemäß vor „Totschlägern“ und „Pädophilen“ in Weißensee. Eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern sorgt sich im „Familienkiez Weißensee“ vor allem um die Kinder.

Tatsächlich richtet mit der gemeinnützigen Gesellschaft Zeitraum ein erfahrener Träger einen neuen Standort mit 20 Appartements ein, in denen psychisch kranke Menschen, die mittelschwere Straftaten begangen haben, wegen ihrer Erkrankung aber nicht verurteilt wurden, betreut werden. Es handelt sich dabei um einen so genannten „halboffenen Maßregelvollzug.“ Die Betreuten können tagsüber – ggf. auch in Begleitung – das Haus verlassen und z.B. auch weitere Therapie und Maßnahmen der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt wahrnehmen. Abends und nachts ist kein Ausgang möglich.
Ausdrücklich geht es nicht um verurteilte Straftäter, die durch Sexualdelikte oder Pädophilie aufgefallen wird. Als beispielhafte Delikte wurde mir etwa genannt, dass es Menschen gibt, die unter Wahnvorstellungen (z.B. durch Drogenmissbrauch bedingt) in der eigenen Wohnung Feuer gelegt haben. Bei allen Personen, die dort untergebracht werden sollen, hat eine Therapie bereits Erfolge gezeigt. Nun geht es darum, diese Menschen wieder an eigenständiges Wohnen in einem Wohnumfeld zu gewöhnen. Deshalb macht es auch keinen Sinn, solche Einrichtungen fernab von Nachbarschaft zu bauen.

Dennis Buchner erklärt:

1. Die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner sind ernst zu nehmen. Es ist dringend geboten, die Aufklärung über das Projekt zu verstärken. Dazu gehört dieser Beitrag, dazu gehören schriftliche Informationen des Trägers in der Nachbarschaft, regelmäßige Sprechstunden am Objekt und auch eine Informationsveranstaltung am 16.4. in der Grundschule am Weißen See. Von sich aus hat der Träger aber proaktiv schon vor einiger Zeit das Gespräch mit Schulen und Kindergärten aufgenommen. Davon ist bei den Anwohnerinnen und Anwohnern offenbar nicht genügend angekommen.

2. Aufgetauchte Flugblätter, in denen vor pädophilen Straftätern gewarnt wird, tragen sicher nicht zur Sachlichkeit in der Debatte bei. Es dürfte unstrittig sein, dass solche Einrichtungen notwendig sind. Sie sind auch, vorausgesetzt die gesetzlichen und die baurechtlichen Voraussetzungen sind erfüllt, von Politik und Gerichten nicht aufzuhalten, wie in vergleichbaren Fällen bereits Prozesse gezeigt haben.

3. Der Träger versichert ausdrücklich, dass es sich nicht um Straftäter handelt, die pädophil veranlagt oder in Bezug auf Sexualdelikte auffällig wurden. Der Träger betreibt in einem ähnlichen Wohnumfeld ein weiteres Objekt. In diesem Zusammenhang ist es nie zu Beschwerden oder Vorfällen gekommen. Die Einrichtung ist auch in der Nachbarschaft akzeptiert.

 

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